Erasmus Auslands­­semester in England (Durham)

Name: Lisa
Land: England
Universität: Durham University (UK)
Zeitraum: Sept. 2013 – März 2014
Studiengang: Cognitive Science (Psychologie)
Fachbereich an der Partnerhochschule: Philosophie

Bahnhof, Erasmus Auslandssemester in England

Ich habe von September 2013 bis März 2014 für zwei Trimester (das entspricht etwa einem Semester) an der Durham University in England studiert. Da unsere Partnerschaft mit dem Fachbereich Philosophie bestand, habe ich hauptsächlich Philosophiekurse belegt. Zusätzlich durfte ich einen Kurs in Psychologie belegen.

Ich habe von September 2013 bis März 2014 für zwei Trimester (das entspricht etwa einem Semester) an der Durham University in England studiert. Da unsere Partnerschaft mit dem Fachbereich Philosophie bestand, habe ich hauptsächlich Philosophiekurse belegt. Zusätzlich durfte ich einen Kurs in Psychologie belegen.

Bahnhof, Erasmus Auslandssemester in England

Vorbereitung

Da ich auf Englisch studiere, stand für mich schnell fest, dass ich mein Auslandssemester in einem englischsprachigen Land verbringen möchte. Wegen der angebotenen Fächer grenzte ich meine Auswahl auf zwei Erasmus Partner-Unis für ein Auslandssemester in England sowie zwei Partner-Unis in den USA ein. An der Durham University fand ich vor allem das College-System und die große Anzahl an Clubs ansprechend, weil beide ein gutes Sozialleben versprachen.

Dank Erasmus war die Bewerbung für das Auslandssemester nicht sehr kompliziert – ich musste die Online-Bewerbung ausfüllen und ein Motivationsschreiben abgeben, nach dem dann ausgesucht wurde, wer als Erasmus Student nominiert wird. Als ich den Platz hatte, musste ich nur noch ein paar Formulare und das Learning Agreement ausfüllen, unterschreiben lassen und nach England schicken, und mich im Online-System DUO  registrieren. In England gab es dann eine Informationsveranstaltung, wo noch einmal alles erklärt wurde, was man bis zum Semesterstart noch erledigen musste.

Castle in England am Fluß, Erasmus Auslandssemester in England
Brücke bei Newcastle über Wasser, Erasmus Auslandssemester in England

Unterkunft

Mitte März stand dann fest, dass nur die Erasmus Studenten, die für ein Trimester oder für ein ganzes Jahr bleiben, einen Platz im Wohnheim bekommen. Daher musste ich mir selbst eine Unterkunft suchen. Ich habe dafür die Seite durhamstudentpad.co.uk benutzt, die auch auf der Website der Uni empfohlen wurde.

In Durham wohnen normalerweise alle Erstis im Wohnheim und ziehen dann im zweiten Jahr aus. Deswegen fangen sie meist schon im Winter an, ein Haus für das nächste Jahr zu suchen. Außerdem bieten die meisten Vermieter nur befristete Verträge für ein Jahr an. Es lohnt sich also, so früh wie möglich mit der Suche anzufangen. Es gibt in Durham aber immer mehr freie Zimmer als Studenten, die ein Zimmer suchen, also kann man auch sehr kurzfristig noch etwas finden (die Zimmer, die kurz vor Semesterstart noch frei sind, werden dann oftmals günstiger angeboten, um sie doch noch vermieten zu können). Ich habe am Ende des Stadtteils Gilesgate gewohnt. Dort wohnen recht viele internationale Studenten und die Zimmer sind für britische Verhältnisse recht günstig. Dafür braucht man aber auch 20-30 Minuten zu Fuß in die Innenstadt und ca. 45 Minuten zur Bibliothek und den Hill Colleges. (Zu Fuß gehen ist in Durham die übliche Fortbewegungsart, weil es für Fahrräder zu hügelig ist und es für die Studenten kein Semesterticket gibt).

Unterkunft

Mitte März stand dann fest, dass nur die Erasmus Studenten, die für ein Trimester oder für ein ganzes Jahr bleiben, einen Platz im Wohnheim bekommen. Daher musste ich mir selbst eine Unterkunft suchen. Ich habe dafür die Seite durhamstudentpad.co.uk benutzt, die auch auf der Website der Uni empfohlen wurde.

In Durham wohnen normalerweise alle Erstis im Wohnheim und ziehen dann im zweiten Jahr aus. Deswegen fangen sie meist schon im Winter an, ein Haus für das nächste Jahr zu suchen. Außerdem bieten die meisten Vermieter nur befristete Verträge für ein Jahr an. Es lohnt sich also, so früh wie möglich mit der Suche anzufangen. Es gibt in Durham aber immer mehr freie Zimmer als Studenten, die ein Zimmer suchen, also kann man auch sehr kurzfristig noch etwas finden (die Zimmer, die kurz vor Semesterstart noch frei sind, werden dann oftmals günstiger angeboten, um sie doch noch vermieten zu können). Ich habe am Ende des Stadtteils Gilesgate gewohnt. Dort wohnen recht viele internationale Studenten und die Zimmer sind für britische Verhältnisse recht günstig. Dafür braucht man aber auch 20-30 Minuten zu Fuß in die Innenstadt und ca. 45 Minuten zur Bibliothek und den Hill Colleges. (Zu Fuß gehen ist in Durham die übliche Fortbewegungsart, weil es für Fahrräder zu hügelig ist und es für die Studenten kein Semesterticket gibt).

Brücke bei Newcastle über Wasser, Erasmus Auslandssemester in England

Studium

Vor Vorlesungsbeginn und vor der Ersti-Woche waren fast nur internationale Studenten in Durham. Für Erasmus Studenten gibt es eine eigene Willkommens- und Informationsveranstaltung. Dort bekommt man u. a. sein Learning Agreement zurück. Außerdem bekommt man eine Liste mit Terminen für alle Departments, in denen man Kurse belegen möchte (als Erasmus Student muss man in Durham mindestens die Hälfte seiner Kurse im eigenen Fachbereich belegen). Bei diesen Terminen wird dann vom Department bestätigt, ob man die Kurse auf dem Learning Agreement wirklich belegen darf. Ich durfte im Philosophie-Department z. B. nur Kurse aus dem ersten und zweiten Jahr belegen und musste daher noch einiges ändern. Die zuständigen Koordinatoren waren aber sehr nett und hilfsbereit.

In Durham laufen die Module über ein ganzes Jahr und die Klausuren finden meist erst im letzten Trimester statt. In den ersten beiden Trimestern werden Essays (jeweils ca. 1500 – 2000 Wörter) geschrieben, die dann für die Erasmus Studenten Bewertungsgrundlage sind. Außerdem dauern alle Veranstaltungen nur 50 Minuten. Die Vorlesungen sollen daher nur einen Überblick über das Thema geben und es wird erwartet, dass man selbstständig weitere Literatur dazu liest. In den Tutorien wird  dann über den Stoff der Vorlesung bzw. ein Paper diskutiert und teilweise werden kurze Vorträge gehalten.

Insgesamt belegt man als Erasmus Student nur ca. 4 Veranstaltungen, und die Tutorien (bei denen Anwesenheitspflicht gilt) finden nur alle zwei Wochen statt. Die meiste Zeit verbringt man daher nicht im Hörsaal, sondern in der (ziemlich gut ausgestatteten) Bibliothek oder zu Hause, um zu lesen und an den Essays zu arbeiten.

Shopping Mal Newcastle, Erasmus Auslandssemester in England
Durham Castle in England, Erasmus Auslandssemester

Alltag und Freizeit

Jeder Student in Durham wird automatisch Mitglied in einem der Colleges (vergleichbar mit den Häusern bei Harry Potter) und dort spielt sich (zumindest für die UK-Studenten) der Großteil des sozialen Lebens ab. Als Ersti zieht man in die College-Unterkünfte, isst dort oder geht zu Veranstaltungen, wie Theateraufführungen und den Formal Dinners, die regelmäßig stattfinden. Außerdem hat jedes College eine eigene Bar.

Vor der offiziellen Freshers‘ Week gab es innerhalb der Colleges einige Veranstaltungen für alle Internationals und die DSU (Durham Students‘ Union) hat eine große International Welcome Party organisiert. Ansonsten fand ich es als Erasmus Student relativ schwierig, innerhalb des Colleges Kontakte zu knüpfen, weil man eben als einziger Neuer nicht dort wohnt. Man lernt aber trotzdem sehr schnell Leute kennen und es ist auch eigentlich immer etwas los. Es gibt viele Sportclubs und Societies, die sich regelmäßig treffen. Die German Society veranstaltet z. B. alle paar Wochen einen „Kaffee und Kuchen“-Nachmittag und organisiert eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Leeds, mit der Hillwalking Society kann man z.Β. in den Lake District fahren, die Rock Society veranstaltet alle zwei Wochen das „Full Collapse“, und die neue Erasmus Society organisiert den wöchentlichen „Language Exchange“. Außerdem trifft sich jede Society und jeder Sportclub 2-3 Mal im Term zu einem Social. Da gibt es dann meist ein Motto, zu dem man sich verkleidet, und eine Kneipentour durch die College Bars.

In der restlichen Freizeit kann man dann z. B. für die SCA (Student Community Action) als Freiwilliger bei verschiedenen Projekten helfen oder für DUCK (Durham University Charity Komitee) Spenden sammeln und z. B. beim Tough Guy mitmachen.

Von Durham aus kommt man außerdem überall gut hin, sodass sich Ausflüge z. B. nach Edinburgh, Dundee, York, Whitby oder auch London (ca. 3 Stunden Zugfahrt) anbieten. Dafür lohnt es sich, eine „16-25 Railcard“ zu kaufen, mit der man bei jeder Zugfahrt ein Drittel des Preises sparen kann. Ansonsten gibt es auch einige Busunternehmen, die z. B. Tagesausflüge in den Lake District anbieten.

Man sollte sich also nicht davon abschrecken lassen, dass Durham so klein ist – dank der Colleges, Bars, Clubs, Sportvereine und Societies ist trotzdem immer etwas los.

Alltag und Freizeit

Jeder Student in Durham wird automatisch Mitglied in einem der Colleges (vergleichbar mit den Häusern bei Harry Potter) und dort spielt sich (zumindest für die UK-Studenten) der Großteil des sozialen Lebens ab. Als Ersti zieht man in die College-Unterkünfte, isst dort oder geht zu Veranstaltungen, wie Theateraufführungen und den Formal Dinners, die regelmäßig  stattfinden. Außerdem hat jedes College eine eigene Bar.

Vor der offiziellen Freshers‘ Week gab es innerhalb der Colleges einige Veranstaltungen für alle Internationals und die DSU (Durham Students‘ Union) hat eine große International Welcome Party organisiert. Ansonsten fand ich es als Erasmus Student relativ schwierig, innerhalb des Colleges Kontakte zu knüpfen, weil man eben als einziger Neuer nicht dort wohnt. Man lernt aber trotzdem sehr schnell Leute kennen und es ist auch eigentlich immer etwas los. Es gibt viele Sportclubs und Societies, die sich regelmäßig treffen. Die German Society veranstaltet z. B. alle paar Wochen einen „Kaffee und Kuchen“-Nachmittag und organisiert eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Leeds, mit der Hillwalking Society kann man z. B. in den Lake District fahren, die Rock Society veranstaltet alle zwei Wochen das „Full Collapse“, und die neue Erasmus Society organisiert den wöchentlichen „Language Exchange“. Außerdem trifft sich jede Society und jeder Sportclub 2-3 Mal im Term zu einem Social. Da gibt es dann meist ein Motto, zu dem man sich verkleidet, und eine Kneipentour durch die College Bars.

In der restlichen Freizeit kann man dann z. B. für die SCA (Student Community Action) als Freiwilliger bei verschiedenen Projekten helfen oder für DUCK (Durham University Charity Komitee) Spenden sammeln und z. B. beim Tough Guy mitmachen.

Von Durham aus kommt man außerdem überall gut hin, sodass sich Ausflüge z. B. nach Edinburgh, Dundee, York, Whitby oder auch London (ca. 3 Stunden Zugfahrt) anbieten. Dafür lohnt es sich, eine „16-25 Railcard“ zu kaufen, mit der man bei jeder Zugfahrt ein Drittel des Preises sparen kann. Ansonsten gibt es auch einige Busunternehmen, die z. B. Tagesausflüge in den Lake District anbieten.

Man sollte sich also nicht davon abschrecken lassen, dass Durham so klein ist – dank der Colleges, Bars, Clubs, Sportvereine und Societies ist trotzdem immer etwas los.

Durham Castle in England, Erasmus Auslandssemester

Alles in allem: Das Auslandsstudium war eine schöne Zeit

Insgesamt war mein Auslandssemester in Durham eine schöne Zeit. Es war teilweise sehr anstrengend, viel Zeit allein in der Bibliothek zu verbringen, um die Literatur zu lesen und an den Essays zu schreiben. Außerdem war ich anfangs etwas enttäuscht, dass man als Erasmus Student nur wenig vom Leben in den Colleges mitbekommt. Trotzdem habe ich schnell viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich sehr viel Spaß hatte. Daher würde ich ein Auslandssemester an der Durham University auf jeden Fall weiterempfehlen.

Durham Cathedral Innenhof, Erasmus Auslandssemester England

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